Archive for the ‘Technik’ Category

Apple’s iPhone

Donnerstag, August 11th, 2011

Seit Apple 2007 das erste iPhone auf den Markt brachte, ist es zu einer jährlichen Tradition unter den Technik-Begeisterten auf der ganzen Welt geworden, die Veröffentlichung der neuesten Generation des Smartphones herbeizusehnen und zu spekulieren, mit welchen Neuerungen der Apfel-Konzern sein Flaggschiff in diesem Jahr ausgestattet hat. Das iPhone setzte Maßstäbe. Es markierte den Beginn des Smartphone-Zeitalters und genießt Kultstatus. Die Belohnung: Apple verkauft jährlich mehr als 80 Millionen Exemplare. 50 Prozent aller benutzten Smartphones weltweit tragen den Apfel auf der Rückseite. Aber was macht den Reiz des iPhones aus?

Die Technik des iPhones
Das Apple-Smartphone funktioniert über einen Touchscreen, dessen sensible Oberfläche hohe Maßstäbe setzt. Das iPhone kommt deshalb mit einer Taste aus. Diese Menüstaste führt den Benutzer stets sicher zurück ins Hauptmenü des Betriebssystems iOS. Dort kann der User zwischen der Telefonfunktion, dem Schreiben von SMS, dem Verfassen von Notizen, technischen Dienstleistungen wie dem Einstellen einer Weckzeit, dem Führen eines Terminkalenders, der Benutzung der hochauflösenden Kamera oder dem Betrachten von Fotos und Videos wählen. Der hochauflösende Screen ist HD-fähig.

Doch der eigentliche Reiz des iPhones geht nicht von diesen Standard-Funktionen aus. Herzstück des iPhones ist seine Internetfunktion. Das Gerät ist standardisiert mit einem W-LAN-Adapter ausgestattet und kann folglich problemlos in ein kabellose Netzwerk eingebunden werden. Zudem ist das Smartphone UMTS-fähig, sofern man über einen entsprechenden Tarif seines Netzanbieters verfügt. Dies bedeutet, man kann mit dem iPhone problemlos Emails abrufen, über den Safari-Browser im Netz surfen und sogenannte Apps (Anwendungen) herunterladen. Diese Apps bescherten dem iPhone seinen Siegeszug.

Die Apps und das iPhone
Iphone-Apps sind Programme dritter Programmierer, die man über den App-Store des Smartphones aus dem Internet herunterladen kann. Sie treten sowohl in kostenpflichtiger als auch in kostenloser Form auf. Apps haben eine gänzlich unterschiedliche Ausrichtung. So gibt es viele Spiele in App-Form, aber auch Programme wie den Wetterdienst, einen Staumelder oder einen Filialfinder für den nächsten Supermarkt. Die Gesamtzahl der verfügbaren Apps ist längst sechsstellig geworden.

Der Reiz an den Anwendungen geht davon aus, dass sie aus dem Handy ein Multifunktionsgerät machen, dass sich den jeweiligen Erfordernissen anpasst. Im Zug wird das iPhone durch die Apps zur Spielkonsole, beim Joggen zum Trainingshelfer und im Auto zum Navigationssystem. Anders als auf den Geräten mit einem anderen Betriebssystem geht von den iPhone-Apps zudem keine Virengefahr aus, da Apple jede Applikation vor der Freigabe prüft. Häufig beklagen sich die User und die Programmierer der Apps über dieses rigide Verfahren, weil es die Veröffentlichung der Anwendungen verzögert. Zudem schließe der Konzern Programme aus, die ihm nicht gefielen, lautet ein häufiger Vorwurf. Der Effekt ist jedoch auch, dass die Apps bislang absolut sicher sind.

Apple Kult und Kommerz

Donnerstag, Juni 23rd, 2011

Ganze 666,66 Dollar kostete der erste Apple I, dessen Produktion nur mäßig in Gang kam. Erst mit dem Apple II, der 1977 auf den Markt kam, gelang dann der Durchbruch: Zuvor war Apple eine geschäftliche Verbindung mit Xerox eingegangen und fügte seinem Computer als entscheidende neue Komponente nun eine grafische Benutzeroberfläche zu. Es folgten der Apple Lisa und schließlich der Apple Macintosh (1984).

1976 von Steven Jobs, Steven Wozniak und Ron Wayne gegründet, gelang es der Firma Apple sich immer wieder gegen den stärksten Konkurrenten, Microsoft und Bill Gates, zubehaupten; mittlerweile sieht es so aus, als hätten beide Firmen einen Großteil der Marktsegmente durch klare Abgrenzung untereinander aufgeteilt.

Produkte
Als All-in-one-Computer wird der iMac bezeichnet, der wie alle Apple-Produkte durch seine Design-Elemente – hier zum Beispiel die rahmenlose Glasplatte – hervorsticht. Das flache Gehäuse birgt neben dem Display auch den Prozessor, die Grafikkarte, die Festplatte sowie Arbeitsspeicher und optisches Laufwerk. Die Displaygröße (bis 27“) lässt den iMac zu einem auffälligen Blickfang in jedem Büro werden. Und damit der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, gibt es eine magische Maus dazu, die mit einer berührungsempfindlichen Oberfläche versehen ist – wer mag, kann diese auch gegen einen magischen Trackpad austauschen. Als mobile Geräte werden das Macbook und der Macmini angeboten.

Während Apple-Computer eher in Chefetagen und in Büros von gut verdienenden Freiberuflern zu finden sind, hat der Hype um iPhone und iPod auch Geringverdiener ergriffen. Obwohl das iPhone in Deutschland zunächst an überteuerte Mobilfunkverträge gekoppelt war, wurde es bis 2009 rund eine Million mal verkauft; aufgrund seines hohen Preises und der Vertragsbindung ist neben dem offiziellen Markt rasch ein Handel mit importierten vertragsfreien iPhones entstanden, die durch Jailbreak- und Unlock-Verfahren voll funktionstüchtig gemacht werden.

Kult um Kommerz
Ein Mac gilt als der Mercedes unter den Computern, gleichgültig, ob er fahrtüchtiger ist als andere Produkte oder nicht. Wie dem Stern kommt dem Apple-Byte vor allem Status-Funktion zu: Er symbolisiert die Erfolgsstory seines Besitzers. Beim iPhone verhält es sich komplizierter: Hier ist quasi eine Parallelwelt derer entstanden, die auf die Luxuswelt ein wenig verächtlich herabsehen, und sich dennoch deren Instrumente bedienen. Denn während die einen das iPhone haben müssen, um ihren Erfolg zu demonstrieren, verlangen die anderen danach, um ihre technische Versiertheit zu demonstrieren; häufig scheint dies mit einem trotzigen Aufbegehren gegen Apples restriktive Firmenpolitik verbunden. Kult um Kommerz kann so vielfältig sein – notwendig ist er nicht.